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Bürgerhaus am Wall - Holpriger Start einer 15-jährigen Miet-Ehe | Drucken |
Donnerstag, 30. September 2010

Nachdem die Stadtverwaltung noch am 23. September freudig in der Pressemeldung 723 schrieb „Ab 01. Oktober zieht Leben ins Bürgerhaus am Wall“ macht sich nach aktuellen Medienberichten nun Ernüchterung bzw. vielmehr Wartehaltung breit. In Folge des anscheinend noch nicht abgeschlossenen Baugeschehens sowie der notwendigen Beseitigung von Mängeln sind die Stadt als Großmieter und die Chemnitzer Bürger als Nutzer die Leidtragenden. Offen scheint bislang, welche Konsequenzen sich aus dem verspäteten Umzug ergeben könnten.

Stadtrat Jürgen Konrad erklärte hierzu:
„Die Verzögerung des Umzugs der Ämter, auch wenn es sich nur um Tage handelt, ist wie eine weitere Perle in einer Kette, wenn es um die Stadt als Auftraggeber oder Mieter geht. Kurz vor knapp, wenige Tage vor Umzug der Ämter ins Bürgerhaus, wird seitens Bauherr und Planer scheinbar Unerwartetes geäußert und der Übergabetermin verschoben. Während es bei vielen Bauvorhaben der Stadt Mehrkosten gegenüber ursprünglichen Planungen sind, handelt es sich hier um eine bedauerliche Verzögerung des Umzugstermins. Die Krux ist, dass die Stadt Umzugsunternehmen in Erwartung der Einhaltung des Termins gebunden hat. Von weiteren, sich mit Umzügen ergebenden Aktivitäten, die nun umgeplant werden, mal abgesehen. Es ist aus meiner Sicht äußerst unrühmlich und ungewöhnlich, dass eine Woche vor Umzug Planer und Bauherr an den Mieter herantreten, um mitzuteilen, dass aus den Terminzusagen nichts wird. Ein Glanzstart für eine 15-jährige Miet-Ehe sieht anders aus. Fraglich ist, wer die Folgekosten trägt und was aus der termingerechten Räumung des Altobjektes wird. Weiterhin ist offen, inwieweit die Stadt selbst bei Begehungen Verzögerungen hätte abschätzen können.“

 

 
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